Mit welchem Holz sollte man heizen? Ein umfassender Ratgeber
Buche, Eiche oder Birke? Welches Brennholz zu deinem Ofen passt, hängt davon ab, ob du lange Glut, ein schönes Flammenbild oder schnelles Anzünden willst. Entscheidend ist aber vor allem eins: Das Holz muss trocken sein.
Die besten Holzarten zum Heizen
Harte Laubhölzer brennen langsam und gleichmäßig, Nadelhölzer brennen schnell an und eignen sich zum Anfeuern. Die Werte gelten pro Schichtraummeter bei rund 15 % Restfeuchte und sind Richtwerte.
| Holz | Heizwert ca. | Stärke | Gut für |
|---|---|---|---|
| Buche | 2.100 kWh | lange, ruhige Glut | Kaminofen, Grundlast |
| Eiche | 2.100 kWh | sehr lange Glut | geschlossene Öfen |
| Esche | 2.100 kWh | schönes Flammenbild | Kamin mit Sichtscheibe |
| Birke | 1.900 kWh | brennt sauber, duftet | Anfeuern, offener Kamin |
| Kiefer | 1.700 kWh | harzreich, knistert | Anzünden, geschlossene Öfen |
| Fichte | 1.500 kWh | günstig, brennt schnell | Anfeuern |
Buche: der Klassiker
Buche brennt gleichmäßig, spritzt kaum und lässt sich gut spalten. Für die meisten Kaminöfen ist sie die erste Wahl.
Eiche: lange Glut
Eiche hält die Glut besonders lange. Wegen der Gerbsäure braucht sie gute Luftzufuhr und muss sehr trocken sein, sonst setzt sie dem Schornstein zu.
Birke, Kiefer und Fichte: zum Anfeuern
Birkenrinde brennt auch leicht feucht noch an. Kiefer und Fichte enthalten viel Harz, knistern und werfen Funken. Verbrenne sie deshalb nur im geschlossenen Ofen.
Heizwert und Brennwert: der Unterschied
Der Heizwert ist die Wärme, die du beim Verbrennen tatsächlich nutzt. Der Brennwert zählt zusätzlich die Wärme mit, die im Wasserdampf der Abgase steckt. Deshalb liegt der Brennwert immer etwas über dem Heizwert. Für deinen Kaminofen zählt der Heizwert, und der sinkt mit jedem Prozent Feuchte im Holz.
Brennholz richtig lagern
- gespalten lagern, damit es schneller trocknet
- luftig, mit Abstand zur Wand und vom Boden abgehoben
- oben gegen Regen abgedeckt, seitlich offen
- Nadelholz ca. 1 bis 2 Jahre, Buche und Esche ca. 2 Jahre, Eiche 2 bis 3 Jahre trocknen lassen
Häufige Fragen zum Heizen mit Holz
Welches Holz brennt am längsten?
Eiche und Buche. Sie sind dicht, brennen langsam und halten die Glut über Stunden.
Welches Holz eignet sich für den offenen Kamin?
Buche und Birke, weil sie wenig Funken werfen. Harzreiches Nadelholz gehört in den geschlossenen Ofen.
Kann ich frisches Holz verbrennen?
Nein. Nasses Holz liefert wenig Wärme, rußt und schädigt den Schornstein. Lass es mindestens ein bis zwei Jahre trocknen.
Darf ich lackiertes Holz oder Möbelreste verbrennen?
Nein. Im Kaminofen ist nur naturbelassenes Holz erlaubt. Lackiertes, beschichtetes oder verleimtes Holz gehört zum Wertstoffhof.
Zu schade zum Verheizen
Gutes Eichenholz verheizen wir nicht, wir bauen daraus Tische. Was aus massiver Eiche entsteht, siehst du bei den Tischplatten aus Eiche und den Esstischen aus Eiche. Welches Holz sich für Möbel eignet, erklärt der Ratgeber Welches Holz für die Tischplatte?
Weitere Fragen zu Brennholz
Ist Esche gutes Brennholz?
Ja. Esche gilt als sehr gutes Brennholz, lässt sich gut spalten und liefert viel Wärme.
Welches Holz für den Kaminofen?
Trockenes Hartholz wie Buche, Eiche oder Esche. Wichtig ist eine Restfeuchte unter 20 %.