Mit welchem Holz sollte man heizen? Ein umfassender Ratgeber

2 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert: Halit Uzun
Holz Brennholz heizen
Kurz gesagt: Für Kamin und Ofen eignet sich gut abgelagertes Hartholz wie Buche, Eiche oder Esche mit einer Restfeuchte unter 20 %. Hartholz brennt lange und hält die Glut, Weichholz brennt schneller ab.

Buche, Eiche oder Birke? Welches Brennholz zu deinem Ofen passt, hängt davon ab, ob du lange Glut, ein schönes Flammenbild oder schnelles Anzünden willst. Entscheidend ist aber vor allem eins: Das Holz muss trocken sein.

Die besten Holzarten zum Heizen

Harte Laubhölzer brennen langsam und gleichmäßig, Nadelhölzer brennen schnell an und eignen sich zum Anfeuern. Die Werte gelten pro Schichtraummeter bei rund 15 % Restfeuchte und sind Richtwerte.

Holz Heizwert ca. Stärke Gut für
Buche 2.100 kWh lange, ruhige Glut Kaminofen, Grundlast
Eiche 2.100 kWh sehr lange Glut geschlossene Öfen
Esche 2.100 kWh schönes Flammenbild Kamin mit Sichtscheibe
Birke 1.900 kWh brennt sauber, duftet Anfeuern, offener Kamin
Kiefer 1.700 kWh harzreich, knistert Anzünden, geschlossene Öfen
Fichte 1.500 kWh günstig, brennt schnell Anfeuern

Buche: der Klassiker

Buche brennt gleichmäßig, spritzt kaum und lässt sich gut spalten. Für die meisten Kaminöfen ist sie die erste Wahl.

Eiche: lange Glut

Eiche hält die Glut besonders lange. Wegen der Gerbsäure braucht sie gute Luftzufuhr und muss sehr trocken sein, sonst setzt sie dem Schornstein zu.

Birke, Kiefer und Fichte: zum Anfeuern

Birkenrinde brennt auch leicht feucht noch an. Kiefer und Fichte enthalten viel Harz, knistern und werfen Funken. Verbrenne sie deshalb nur im geschlossenen Ofen.

Heizwert und Brennwert: der Unterschied

Der Heizwert ist die Wärme, die du beim Verbrennen tatsächlich nutzt. Der Brennwert zählt zusätzlich die Wärme mit, die im Wasserdampf der Abgase steckt. Deshalb liegt der Brennwert immer etwas über dem Heizwert. Für deinen Kaminofen zählt der Heizwert, und der sinkt mit jedem Prozent Feuchte im Holz.

Restfeuchte: Gutes Brennholz hat unter 20 %, ideal sind 12 bis 15 %. Die 1. BImSchV erlaubt in Kaminöfen höchstens 25 %. Ein günstiges Feuchtemessgerät zeigt den Wert an einer frisch gespaltenen Fläche.

Brennholz richtig lagern

  • gespalten lagern, damit es schneller trocknet
  • luftig, mit Abstand zur Wand und vom Boden abgehoben
  • oben gegen Regen abgedeckt, seitlich offen
  • Nadelholz ca. 1 bis 2 Jahre, Buche und Esche ca. 2 Jahre, Eiche 2 bis 3 Jahre trocknen lassen

Häufige Fragen zum Heizen mit Holz

Welches Holz brennt am längsten?

Eiche und Buche. Sie sind dicht, brennen langsam und halten die Glut über Stunden.

Welches Holz eignet sich für den offenen Kamin?

Buche und Birke, weil sie wenig Funken werfen. Harzreiches Nadelholz gehört in den geschlossenen Ofen.

Kann ich frisches Holz verbrennen?

Nein. Nasses Holz liefert wenig Wärme, rußt und schädigt den Schornstein. Lass es mindestens ein bis zwei Jahre trocknen.

Darf ich lackiertes Holz oder Möbelreste verbrennen?

Nein. Im Kaminofen ist nur naturbelassenes Holz erlaubt. Lackiertes, beschichtetes oder verleimtes Holz gehört zum Wertstoffhof.

Zu schade zum Verheizen

Gutes Eichenholz verheizen wir nicht, wir bauen daraus Tische. Was aus massiver Eiche entsteht, siehst du bei den Tischplatten aus Eiche und den Esstischen aus Eiche. Welches Holz sich für Möbel eignet, erklärt der Ratgeber Welches Holz für die Tischplatte?

Möbeltischlerei Uzun, Himbergen. Seit 1961 arbeiten wir mit Massivholz.

Weitere Fragen zu Brennholz

Ist Esche gutes Brennholz?

Ja. Esche gilt als sehr gutes Brennholz, lässt sich gut spalten und liefert viel Wärme.

Welches Holz für den Kaminofen?

Trockenes Hartholz wie Buche, Eiche oder Esche. Wichtig ist eine Restfeuchte unter 20 %.

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