Gartentisch selber bauen: wetterfest aus Holz

4 Min. LesezeitMöbeltischlerei Uzun

Ein Gartentisch muss Sonne, Regen und Frost aushalten, ohne zu vergrauen, zu reißen oder zu faulen. Mit dem richtigen Holz und ein paar Konstruktionsregeln baust du einen Tisch, der viele Sommer hält.

Kurz gesagt

Für einen Gartentisch eignen sich dauerhafte Hölzer wie Robinie, Eiche, Lärche oder Douglasie. Baue die Platte aus Brettern mit 5 bis 8 mm Fugen, damit Regenwasser ablaufen kann, und halte Stirnholz vom Boden fern. Schütze das Holz mit pigmentiertem Außenöl, das jährlich aufgefrischt wird. Ohne Behandlung vergraut Holz draußen, bleibt aber bei guter Konstruktion haltbar.

Bestes heimisches HolzRobinie
Fugen in der Platte5 bis 8 mm
SchraubenEdelstahl A2/A4
Pflege1 × jährlich ölen

Welches Holz für den Gartentisch?

Holz Dauerhaftigkeit Preis Hinweis
Robinie sehr hoch €€ härtestes heimisches Außenholz, lebhaft gemasert
Eiche hoch €€ schwer, robust, Gerbstoffe können anfangs auslaufen
Lärche mittel bis hoch € harzreich, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Douglasie mittel € ähnlich Lärche, etwas weicher
Teak (FSC) sehr hoch €€€€ Klassiker für Gartenmöbel, nur mit Herkunftsnachweis
Kiefer kesseldruckimprägniert mittel € günstig, wirkt einfacher, grünlicher Ton

Fichte und unbehandelte Kiefer sind für Gartentische ungeeignet, sie faulen schnell. Mehr über die Eigenschaften verschiedener Hölzer liest du in Welches Holz für die Tischplatte?

Konstruktiver Holzschutz: das Wichtigste

Draußen ist nicht die Oberfläche entscheidend, sondern die Konstruktion. Holz fault dort, wo Wasser stehen bleibt und nicht abtrocknen kann.

Fugen lassen

Die Platte aus einzelnen Brettern mit 5 bis 8 mm Abstand bauen. Wasser läuft ab, die Bretter können quellen.

Stirnholz schützen

Beine nicht direkt auf die Erde stellen. Gleiter, Steine oder Metallfüße als Abstandhalter nutzen.

Kanten brechen

Abgerundete Kanten lassen Wasser besser ablaufen als scharfe, auf denen es steht.

Edelstahl verwenden

Nur Edelstahlschrauben (A2 oder A4). Normale Schrauben rosten, bei Eiche entstehen schwarze Flecken.

Gartentisch selber bauen: Anleitung

  1. Material zuschneiden

    Für einen Tisch 180 × 90 cm: sechs bis sieben Bretter 180 × 12 cm für die Platte, zwei Querriegel, vier Beine 90 × 90 mm, zwei Längs- und zwei Querzargen.

  2. Gestell bauen

    Beine und Zargen mit Edelstahl-Gewindestangen oder kräftigen Edelstahlschrauben verbinden. Bei großen Tischen eine Querstrebe unten einplanen.

  3. Plattenbretter vorbereiten

    Kanten brechen, Oberseite schleifen. Die Kernseite (Innenseite des Stammes) nach oben legen, dann splittern die Bretter weniger.

  4. Platte montieren

    Bretter mit Abstandshaltern (5 bis 8 mm) auf die Querriegel legen und von unten verschrauben. Pro Brett und Riegel zwei Schrauben.

  5. Außenöl auftragen

    Pigmentiertes Außenöl in zwei Schichten, auch auf Kanten und Unterseite. Farbloses Öl bietet draußen kaum UV-Schutz.

Eiche draußen: Frische Eiche gibt anfangs Gerbstoffe ab, die auf hellen Terrassenplatten braune Flecken hinterlassen können. Den Tisch in den ersten Wochen am besten auf Rasen oder eine Unterlage stellen.

Pflege und Oberfläche im Außenbereich

Unbehandeltes Holz vergraut draußen innerhalb eines Jahres zu einer silbrigen Patina. Das ist kein Schaden, sondern eine natürliche Schutzschicht, und bei Robinie, Eiche und Lärche gewollt. Wer den warmen Holzton behalten möchte, ölt einmal im Jahr mit pigmentiertem Außenöl nach, am besten im Frühjahr. Vorher reinigen und vergraute Stellen mit einem Entgrauer oder durch leichtes Schleifen auffrischen. Warum Öl, Wachs und Lack sich draußen so unterschiedlich verhalten, erklären wir in Holz ölen, wachsen oder lackieren?

Kein Lack für draußen: Filmbildende Lacke reißen durch Sonne und Bewegung des Holzes. Wasser dringt ein, bleibt unter dem Lack und führt zu Fäulnis. Draußen immer offenporige Öle oder Lasuren verwenden.

Gartentisch im Winter

Massive Gartentische aus Robinie oder Eiche können draußen überwintern. Besser ist es, sie aufzubocken, damit kein Schnee an den Beinen liegt, und mit einer atmungsaktiven Plane abzudecken. Unter Plastikfolie bildet sich Kondenswasser, das Schimmel fördert.

Die Grundlagen jedes Tischbaus, von der Planung bis zur Befestigung der Platte, findest du in Tisch selber bauen. Und wenn du lieber ölst als lasierst: Unsere Anleitung zum Holz ölen gilt auch draußen, nur mit Außenöl.

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Häufige Fragen

Welches Holz ist am besten für einen Gartentisch?

Robinie ist das dauerhafteste heimische Holz für draußen. Eiche, Lärche und Douglasie sind ebenfalls gut geeignet, Teak nur mit FSC-Zertifikat.

Wie schütze ich einen Holztisch im Garten?

Vor allem durch Konstruktion: Fugen in der Platte, Beine nicht auf der Erde, Edelstahlschrauben. Dazu jährlich pigmentiertes Außenöl.

Kann ein Gartentisch aus Holz draußen bleiben?

Ja, dauerhafte Hölzer halten das aus. Im Winter aufgebockt und mit atmungsaktiver Plane abgedeckt, hält der Tisch deutlich länger.

Warum vergraut Holz im Garten?

UV-Strahlung baut das Lignin an der Oberfläche ab, Regen wäscht es aus. Zurück bleibt eine graue Zellulose-Schicht. Pigmentierte Öle bremsen diesen Prozess.

Welche Schrauben für einen Gartentisch?

Edelstahlschrauben A2, in Küstennähe oder bei Eiche besser A4. Verzinkte Schrauben rosten und verfärben das Holz.

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